Aspirin Sozialpreis geht an Kinderprojekt „Trauerland“
Bayer Cares Foundation zeichnet vorbildliche Sozialprojekte im Gesundheitsbereich aus
- Marita Schierenbeck und Ralf Baur (2. und 3. v.l.) von «Trauerland e.V. - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche» aus Bremen wurden von Bayer-Vorstand Dr. Richard Pott (r.) und Prof. Dr. André Habisch, Kuratoriumsvorsitzender der Bayer Cares Foundation, für den 1. Platz des «Aspirin Sozialpreises 2010» geehrt
Das Zentrum zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher „Trauerland“ ist mit dem „Aspirin Sozialpreis 2010“ der „Bayer Cares Foundation“ ausgezeichnet worden. Die in Bremen ansässige Einrichtung erhält den mit 15.000 Euro für Platz 1 dotierten Preis für ihre Betreuungs- und Beratungsdienste, die sich an junge Menschen richten, die den Tod eines Familienangehörigen zu bewältigen haben. „Trauerland“ hat auf dem Gebiet der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland Pionierarbeit geleistet. Den mit 10.000 Euro dotierten 2. Platz belegt die „Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg (AMSOC)“ mit einem Patenprogramm für Kinder psychisch kranker Eltern, das deutschlandweit einzigartig ist. Auf Platz 3 kommt das Organspende-Aufklärungsprojekt „Junge Helden“ und erhält hierfür 5.000 Euro. Der in Berlin beheimatete Verein motiviert junge Menschen, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und dies in einem Organspendeausweis zu dokumentieren.
Über die Plätze 1 bis 3 entschied aus zehn nominierten Projekten eine unabhängige Experten-Jury. Insgesamt hatten sich 146 Initiativen beworben. Der zusätzlich vergebene, ebenfalls mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis geht an den Deutschen Kinderhospizverein, der ein Online-Voting mit mehr als 20.000 Teilnehmern gewann. Dr. Richard Pott, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Vorstand der „Bayer Cares Foundation“, überreichte am 7. Juni 2010 die Auszeichnung an die Preisträger in einer Feierstunde vor über 100 Gästen aus Zivilgesellschaft und Politik in Berlin.
„Die mit dem Aspirin Sozialpreis ausgezeichneten Projekte leisten mit ihren konkreten Hilfsangeboten auf vorbildhafte Weise wichtige Beiträge zum Gesundheitswesen in Deutschland. Hierzu zählen insbesondere sozialmedizinische Leistungen und Aufklärungsarbeit, welche die klassischen medizinischen Angebote ergänzen“, erläuterte Dr. Pott. „Der neu gegründete Preis ist eine weitere Maßnahme im Rahmen unseres intensiven gesellschaftlichen Engagements, mit dem wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden wollen. Als Unternehmen mit Kernkompetenzen auf dem Gebiet der Gesundheit legen wir bei unseren sozialen Aktivitäten einen besonderen Fokus auf Fragen der Gesundheitsfürsorge.“
„Der Aspirin Sozialpreis ist Ausdruck der Mit-Verantwortung von Unternehmen für das Gemeinwesen“, sagte Prof. Dr. André Habisch, Professor für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Vorsitzender des Kuratoriums der „Bayer Cares Foundation“. „Die Preisträger stehen beispielhaft dafür, dass neue Impulse und Innovationen im Gesundheitswesen häufig von gemeinnützigen Initiativen ausgehen. Deren innovative Aktivitäten zu unterstützen und bekannt zu machen, ist das Anliegen der Bayer-Stiftung.“
Bei der Auswahl der prämierten Projekte wurde besonders Wert gelegt auf innovative Ansätze mit Modellcharakter, eine nachhaltige Wirkung sowie ein professionelles Projektmanagement. Die zehn nominierten Projekte wurden in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Mit Unterstützung des fachlichen Projektberaters Dieter Brübach, Vorsitzender der Initiative Deutsches Spendenparlament, wurden zunächst aus allen Bewerbungen neun Kandidaten ermittelt, die zusammen mit dem Sieger des Online-Votings in die Finalrunde einzogen. Die finale Jurierung der Plätze 1 bis 3 erfolgte durch einen unabhängigen Stiftungsrat der „Bayer Cares Foundation“ unter Vorsitz von Professor Habisch. Dem Stiftungsrat gehören neun Experten auf dem Gebiet des sozialen Engagements und aus dem Gesundheitsbereich an.
Der „Aspirin Sozialpreis“ ist in diesem Jahr das erste Mal verliehen worden. Die „Bayer Cares Foundation“ wird die Auszeichnung nun jedes Jahr vergeben. Start der neuen Bewerbungsrunde ist der 1. September 2010.
Preisträger und Nominierte auf einen Blick:
- Platz 1: Trauerland – Trauerzentrum für Kinder und Jugendliche e.V. (Bremen) www.trauerland.org
- Platz 2: Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg e.V. (Berlin): Patenschaften für Kinder psychisch erkrankter Eltern www.amsoc.de
- Platz 3: Junge Helden e.V. (Berlin): Aufklärung junger Menschen über Organspenden www.junge-helden.org
- Publikumspreis: Deutscher Kinderhospizverein e.V. (Olpe): Begleitung von lebensverkürzend erkrankten Kindern und deren Familien www.deutscher-kinderhospizverein.de
- Bunter Kreis Duisburg e.V. (Duisburg): Sozialmedizinische und psychosoziale Nachsorge www.bunter-kreis-duisburg.de
- Freie Altenarbeit Göttingen e.V. (Göttingen): Mobile Wohnungsberatung Südniedersachsen www.wohnberatungs-mobil.de
- Haltestelle Diakonie, Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg – schlesische Oberlausitz e.V. (Berlin): Betreuung von Demenzkranken und Angehörigen www.haltestelle-diakonie.de
- Irrsinnig Menschlich e.V. (Leipzig): Schulaufklärung über psychische Erkrankungen www.verrueckt-na-und.de
- Malteser Hilfsdienst e.V. – Migranten Medizin: Medizinische Versorgung für Menschen ohne Krankenversicherung www.malteser-muenchen.de
- Nestwärme e.V. Deutschland (Trier): Hilfe, Beratung und Betreuung von Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern www.nestwaerme.de
Bayer Cares Foundation
Die 2007 von der Bayer AG ins Leben gerufene „Bayer Cares Foundation“ fördert gesellschaftliche Eigeninitiative. Neben dem neu gegründeten „Aspirin Sozialpreis“ bezuschusst sie soziale Projekte, in denen sich Mitarbeiter und Bürger im Umfeld der Bayer-Standorte ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung langfristige Wiederaufbauprojekte für Menschen, die durch Naturkatastrophen in Not geraten sind.
Weitere Informationen unter www.aspirin-sozialpreis.de und www.bayer-stiftungen.de.
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