Bepanthen-Kinderförderung
Arche-Kinder am Set der SAT.1-Telenovela „Anna und die Liebe“
Die Bepanthen-Kinderförderung startet zu Beginn des Schuljahres im September 2009 ein neues Freizeitangebot für sozial benachteiligte Kinder. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendwerk „Die Arche e. V.“ organisiert Bayer Vital an den Arche-Standorten in Berlin, Potsdam, Hamburg und München insgesamt fünf Theaterclubs für etwa 100 Kinder. Das Theaterprojekt basiert auf Erkenntnissen der im März 2009 vorgestellten Bepanthen-Kinderarmutsstudie sowie Empfehlungen der Arche.
Bedürfnisse erfüllen
Die Kinderarmutsstudie hat gezeigt, dass eine sinnvolle Freizeitgestaltung sozial benachteiligten Kindern wichtige Impulse für ihre Entwicklung liefert. Darüber hinaus sehnen sie sich nach Beziehungen. Das Theaterprojekt erfüllt genau diese Bedürfnisse. „Schauspielen hilft den Kindern, sich zu artikulieren und fördert sowohl selbständige als auch Teamarbeit“, erklärt Theaterpädagoge Lorenz Huber, der die Proben in Berlin leitet. Arche-Gründer Bernd Siggelkow unterstützt das Förderprojekt: „Viele Kinder aus prekären Verhältnissen leiden unter mangelndem Selbstbewusstsein, weil sie nie Aufmerksamkeit und Förderung erfahren haben. Durch das Theaterspielen stehen die Kinder im Mittelpunkt und können sich als selbstwirksam erleben.“
Für acht Jungschauspieler des Bepanthen-Theaterclubs aus Potsdam war es ein ganz besonderer Tag: Sie durften einen Nachmittag lang in den Park Studios in Babelsberg hinter die Kulissen der SAT.1-Telenovela „Anna und die Liebe“ blicken. Dabei erlebten sie nicht nur hautnah, wie der Alltag von professionellen Fernsehschauspielern aussieht, sondern lernten auch Jeanette Biedermann alias Anna Polauke und ihre Schauspielkollegen persönlich kennen. Der Set-Besuch war Programmbestandteil des Theaterclubs, den die Bepanthen-Kinderförderung Anfang September in der Arche Potsdam installiert hatte.
Serienstars hautnah
Die Arche-Kinder zwischen neun und zwölf Jahren standen kürzlich erst mit ihrem selbst entwickelten Stück „Die Reise zum Mond und noch viel weiter“ vor Familien und Freunden auf der Bühne. Jetzt bekamen sie als Gäste beim Dreh von „Anna und die Liebe“ einen Einblick in die Fernsehwelt. Besonderes Highlight war das Treffen mit Jeanette Biedermann und fünf weiteren Serienstars der Telenovela. Die Schauspieler nahmen sich viel Zeit für die Theaterclubmitglieder, um Fragen zu beantworten, Autogramme zu schreiben und Erinnerungsfotos zu schießen. „Die Kinder haben uns mit leuchtenden Augen von ihrer Bühnenerfahrung erzählt. Es ist toll zu sehen, wie das Schauspielen die Kinder fasziniert“, freut sich Jeanette Biedermann über den Enthusiasmus der Nachwuchsmimen.Entwicklung fördern
Gerade sozial benachteiligte Kinder bekommen häufig zu wenig Aufmerksamkeit und leiden unter mangelndem Selbstwertgefühl. Schauspielen fördert das Selbstbewusstsein, den sprachlichen Ausdruck und nebenbei trainieren die Kinder spielerisch den sozialen Umgang mit anderen. Darum wurden Anfang September von der Bepanthen-Kinderförderung Theaterclubs in den Arche-Häusern in Berlin, Potsdam, Hamburg und München eingerichtet, die jeweils von einem Theater- und einem Arche-Pädagogen betreut werden. Neben dem Schauspieltraining stehen auch Theaterbesuche und -führungen auf dem Programm. Die Kinder des Berliner Clubs waren außerdem zu Gast am Set der TV-Serie „Eine wie keine“.„Für eine heilere Welt"
Die Bepanthen-Kinderförderung wurde im Juni 2008 von Bayer Vital gegründet und unterstützt sozial benachteiligte Kinder in Deutschland. Das Engagement umfasst eine jährliche finanzielle Hilfe für die Arche sowie auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnittene Förderprogramme. Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld die Bepanthen-Kinderarmutsstudie initiiert. Das Sozialforschungsprojekt hat erstmals die Perspektive sozial benachteiligter Kinder erfasst und Erkenntnisse darüber gewonnen, welche Unterstützung aus Sicht der Kinder nötig ist und was sie als fördernd erfahren. Der vollständige Studienbericht wird Ende August veröffentlicht. Weitere Informationen unter http://www.fuer-eine-heilere-welt.de/dieinitiative.html
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